Seit September 2025 gelten in allen rund 160 Altstoffsammelzentren (ASZ) Oberösterreichs einheitliche Annahmekriterien und Preise. Damit wurde in der oberösterreichischen Abfallwirtschaft für mehr Klarheit gesorgt: Statt bisher leicht unterschiedlicher Regelungen von Bezirk zu Bezirk gilt seither ein gemeinsames, faires System für alle.
Eine Erfolgsgeschichte der oö. Abfallwirtschaft
Die drei Buchstaben ASZ stehen für eine Erfolgsgeschichte: Seit der Eröffnung des ersten Altstoffsammelzentrums im Jahr 1988 wurde das Netz kontinuierlich ausgebaut und umfasst heute rund 160 Standorte in ganz Oberösterreich. Dort wird die sortenreine Sammlung, Wiederverwertung und Wiederverwendung von rund 90 verschiedenen Abfallarten sichergestellt.
Was bleibt gleich, was hat sich geändert?
Haushaltsübliche Mengen an Verpackungen, Altstoffen, Problemstoffen oder Möbelstücken können weiterhin kostenlos abgegeben werden – finanziert über die Müllgebühren und die Erlöse aus den gesammelten Wertstoffen.
Bei Bauabfällen wie Bauschutt, Abbruchholz, Teppichboden, Dachpappe oder Altfenstern gelten seither OÖ-weit einheitliche Freimengen, zum Beispiel 60 Liter bei Bauschutt, 1 m³ bei Abbruchholz und 60 Liter bei sperrigen Bauabfällen. Mengen darüber hinaus sind kostenpflichtig. Zusätzlich gibt es maximale Anliefermengen – wer größere Mengen zu entsorgen hat, wird gebeten, regionale Entsorgungsunternehmen oder Containerdienste in Anspruch zu nehmen.
Warum diese Vereinheitlichung notwendig war
Die Entsorgungsmengen in den oö. ASZ waren zuletzt vor allem bei den kostenintensiven Bauabfällen gestiegen, wodurch die kommunale Finanzierbarkeit des Systems zunehmend unter Druck geriet. Da manche Bürgerinnen und Bürger die zuvor kostenlosen Entsorgungsmöglichkeiten stark in Anspruch genommen hatten, brauchte es klare, einheitliche Regeln, damit das System langfristig fair und finanzierbar bleibt.
Ein System mit Zukunft
Wer seinen Abfall richtig trennt und im ASZ abgibt, leistet einen aktiven Beitrag zu Umweltschutz und Kreislaufwirtschaft. Die einheitlichen Kriterien sorgen dafür, dass das ASZ-System auch künftig gut funktioniert und finanzierbar bleibt.
Alle Details zur aktuellen Preisliste, den Freimengen und den genauen Regelungen finden Interessierte online unter www.umweltprofis.at/ried oder beim zuständigen Bezirksabfallverband.
Quelle: Bezirksabfallverband (BAV) Ried – „Aktuelle Information“, August 2025.