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    "Müssen die Sicherheit am Schulweg verbessern" Interview der OÖN mit Peter Kettl

    AUROLZMÜNSTER. Peter Kettl (FP) gewann die Bürgermeister-Stichwahl in Aurolzmünster – Der begeisterte Jäger ist erst 35 Jahre alt

    Peter Kettl (FPÖ) hat die Stichwahl in der Marktgemeinde mit einem Vorsprung von 172 Stimmen auf ÖVP-Kandidat Christian Kirchsteiger gewonnen. Die offizielle Angelobung findet am kommenden Montag, 8. November, statt. Im OÖN-Interview spricht der 35-Jährige über den Wahlkampf und seine Ziele, die er in der kommenden Periode umsetzen möchte.
     
    Rieder Volkszeitung: 840 Gemeindebürger/innen haben bei der Stichwahl für Sie gestimmt. Wie groß war die Freude?
    Peter Kettl: Die war bei mir riesengroß. Viele haben nämlich geglaubt, dass ich die Wahl schon gewonnen hätte. Meine Bedenken waren, dass die Wahlbeteiligung bei einer Stichwahl immer niedriger ist. Aber am Ende des Tages hat sich mein Engagement im Wahlkampf doch bezahlt gemacht.
    Nach 30-jähriger SPÖ-Regentschaft nun ein blauer Bürgermeister. Wie haben Sie das geschafft, gibt es ein Erfolgsgeheimnis?

    Ich bin in sehr vielen Vereinen aktiv und dadurch auch immer in der Öffentlichkeit sehr präsent. Das war nicht nur in der Zeit des Wahlwerbens so. Ich bin bei einem Seniorenstammtisch genauso gerne dabei wie bei einem Gespräch unter Jugendlichen. Das war auch schon so, bevor ich gewählt wurde. Dass ich ein Mensch bin, der sehr bürgernah ist, haben die Menschen in Aurolzmünster auch schon vorher gewusst.

    Wann ist die Entscheidung bei Ihnen gereift, als Bürgermeister zu kandidieren?

    Ich bin seit 2015 im Gemeinderat tätig und habe einige Ressorts wie z. B. Jugend, Ferienpass, Nikolaus-Aktion usw. betreut. Die FPÖ-Fraktion ist vor rund einem Jahr an mich herangetreten. Nach der Anfrage war ich kurz in einem Art "Schockzustand". Ich nahm mir einige Wochen Zeit, um alles gründlich zu überdenken. Im Jänner des heurigen Jahres stand dann mein Entschluss fest.

    Die Angelobung ist für 8. November angesetzt, was wird Ihre erste Amtshandlung sein?

    Ich möchte relativ rasch die Sicherheit der Kinder am Weg zur Schule deutlich verbessern und manche Gefahrenpotenziale entschärfen. Das Verkehrsaufkommen rund um die Schulen ist enorm, da müssen wir etwas verbessern. Das geht allerdings nur in Kombination mit den Grundbesitzern und der Behörde. Wichtig wäre gleich einmal ein Parkverbot vor der Volksschule.

    Wie wird der Bürger merken, dass ein "Neuer" im Amt ist?

    Ich will ein bürgernahes Gemeindeoberhaupt sein. Deshalb werde ich auch meinen bisherigen Job kündigen und als Vollzeit-Bürgermeister agieren. Man hat so mehr Zeit, sich mit den Problemen und Anliegen der Menschen intensiv zu befassen. Ich werde ein Bürgermeister sein, der sachliche Diskussionen nicht scheut.

    Was sind Stärken, wo sind Sie eventuell nicht so sattelfest?

    Meine Stärke liegt auf jeden Fall in der Kommunikation. Ich würde auch von mir behaupten, dass ich eine sehr soziale Ader habe. Herkunft, arm oder reich, spielt für mich keine Rolle. Ich habe privat auch viel Kontakt zu Menschen aus dem Ausland, auch wenn viele glauben, dass ein FPÖ-Politiker da anders denkt. Als junger Politiker kann man allerdings auch nicht alles gleich wissen.

    Die FPÖ wird immer als Impfverweigerer bezeichnet. Ihre Meinung zu diesem heiklen Thema?

    Die Gesellschaft ist in dieser Thematik schon äußerst gespalten. Meine Meinung ist, dass Impfen trotz der Pandemie auf freiwilliger Basis erfolgen sollte. Trotzdem müssen wir schauen, die 80 Prozent-Marke zu erreichen, um wieder ein halbwegs normales Leben zu bekommen. Die FPÖ ist bei ihrer Linie geblieben, andere Parteien haben ihre anfängliche Meinung geändert. Bei uns in der Familie sind eigentlich alle geimpft. Auch ich bin gegen Zecken, Grippe und in wenigen Tagen auch gegen Corona geimpft.

    Die FPÖ hat in Aurolzmünster zwei Mandate verloren. Gibt es schon Annäherungen mit anderen Parteien?

    Vor drei Wochen wurde mit dem amtierenden Bürgermeister über die Ausschüsse diskutiert. In der Gemeindepolitik sollte das Parteibuch keine große Rolle spielen. Viel wichtiger ist, dass gute Ideen, egal von wem sie kommen, auch parteiübergreifend umgesetzt werden.

    Wo sehen Sie Aurolzmünster nach Ihrer ersten Amtsperiode?

    Eine tragende Rolle wird das Thema Straßenneubau bzw. -sanierung sein. Eine teure, aber leider äußerst notwendige Angelegenheit. Ein Anliegen ist für mich auch junges und gefördertes Wohnen. Aber auch die vielen Vereine und die Verbesserung der Infrastruktur. Ebenfalls ein heißes Thema ist bei uns der Durchzugsverkehr und die Ortsplatzbelebung. Es muss uns gelingen, den Schwerverkehr zumindest zu reduzieren.

    ARTIKEL VON
    Josef Schuldenzucker
    Lokalredakteur Innviertel
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    Quelle:

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